Herzlich Willkommen

BEI DER AMNESTY-GRUPPE WÜRZBURG-STADT

Die Amnesty-Gruppe Würzburg-Stadt (Gruppe 1192) ist die zentrale Amnesty-Gruppe in Würzburg.
Wir setzen uns für ein großes Ziel ein: die Verwirklichung der Menschenrechte für jeden Menschen. Unsere Arbeitsgrundlage ist die „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“.

Die Gruppe beteiligt sich in erster Linie an Aktionen, die vom Nationalen Sekretariat in Berlin vorgeschlagen werden; so auch regelmäßig am „Briefmarathon“, der immer um den 10. Dezember, dem Tag der Menschenrechte, durchgeführt wird. Um diesen Termin sollen in der gesamten Bundesrepublik einheitliche Appellbriefe zugunsten von politisch Verfolgten verschickt werden. Auch während des Jahres setzt sich die Gruppe in ausgewählten Fällen  für politisch Verfolgte ein – siehe unten „Aktueller Fall“.

Wir laden dich herzlich ein, dich hier über uns, unsere Amnesty Gruppe Würzburg-Stadt, unsere Veranstaltungen und unsere weitere Arbeit zu informieren. Wenn du bei uns mitmachen willst, so scheue dich nicht uns z.B. per E-Mail via info@amnesty-wuerzburg-stadt.de zu kontaktieren.
Aus gegebenem Anlass: Bei Anrufen bitte die Telefonnummer auf dem AB hinterlassen oder per Mail Kontakt aufnehmen!


Gruppen

Amnesty-Stadtgruppe: Wegen der Corona-Situation sind vorläufig Gruppensitzungen der Amnesty-Gruppe Würzburg-Stadt nur als interne Videokonferenz möglich!

Amnesty-Hochschulgruppe: Bei Facebook und Instagram:

https://www.facebook.com/AmnestyWuerzburg/             https://www.instagram.com/amnestywuerzburg/

Amnesty-Asylberatung: Die Asylberatung von Amnesty in Würzburg berät Geflüchtete im laufenden Asylverfahren. Die genauen Tätigkeitsfelder und die Beratungszeiten können über die Website der Asylberatung eingesehen werden.

https://amnesty-wuerzburg-asyl.de/               facebook


Aktuelle Aktion

10. Dezember 2020: „Briefmarathon“ zum Tag der Menschenrechte

Anlässlich des Tags der Menschenrechte am 10. Dezember setzen sich in diesem Zeitraum weltweit Menschen mit Appellschreiben für ausgewählte Amnesty-Einzelfälle ein. Diejenigen, die für die Menschenrechtsverletzungen verantwortlich sind, werden in diesen Tagen mit Briefen aus aller Welt überschwemmt.
Die Würzburger Amnesty-Gruppe legt ab Mittwoch, 09. Dezember,  in der Würzburger Stadtbücherei bei einem Infostand Appellbriefe zugunsten von Gefangenen aus drei verschiedenen Ländern aus, die verschickt werden sollen.

Neueste Nachricht: Leider muss die Stadtbücherei ab 1.12.2020 zur Eindämmung der Corona-Pandemie schließen! Daher muss der Infostand dort entfallen. Man kann aber die Appellbriefe selbst ausdrucken und verschicken.

Südafrika

Popi Qwabe und Bongeka Phungula waren talentierte Schauspielschülerinnen, die eine große Zukunft vor sich hatten. Doch eines Nachts im Mai 2017 wurden Popi Qwabe und Bongeka Phungula brutal ermordet. Die polizeilichen Ermittlungen wiesen zahlreiche Fehler auf: Man fand ein Taxi mit Blutspuren und persönlichen Gegenstände der beiden Frauen. Doch dringend Tatverdächtige wurden trotzdem aus Mangel an Beweisen freigelassen.

Situationsbeschreibung-Suedafrika    (pdf)                  Appellbrief-Südafrika   (pdf)

Chile

Der Psychologiestudent Gustavo Gatica nahm an einer Demonstration in der Hauptstadt Santiago teil, bei der die Polizei Munition in eine Menschenmenge schoss. Gustavo Gatica wurde in beide Augen getroffen und erblindete. Die für den Einsatz Verantwortlichen stoppten das Vorgehen der Polizei nicht. Sie ließen die Gewalt wochenlang geschehen, ohne einzugreifen.

Situationsbeschreibung-Chile  (pdf)                     Appellbrief-Chile  (pdf)

Burundi

Germain Rukuki verbüßt eine Gefängnisstrafe von 32 Jahren, weil er die Menschenrechte verteidigt hat. Er wurde in einem unfairen Verfahren wegen „Rebellion“ und zwei weiteren Anklagepunkten schuldig gesprochen.

Situationsbeschreibung-Burundi (pdf)                      Appellbrief-Burundi   (pdf)

Auch in den Buchhandlungen „Dreizehneinhalb“ und „Knodt“ liegen die Appellbriefe aus.


Es gibt noch viel zu tun! – Kinderrechte auf dem Prüfstand

Online-Vortrag Dienstag, 17.11.2020, 20.00 Uhr im R.-A.-Schröder-Haus, Wilhelm-Schwinn-Platz 3, Würzburg

In Kooperation mit Amnesty International Gruppe Würzburg

Alles andere als ideal ist es um die Rechte der Kinder bestellt. Die Corona-Krise zeigt, wie gefährdet die Rechte der Kinder sind, wie schnell sie mit ihren Rechten und Bedürfnissen übersehen werden, auch in Deutschland! 2019 feierte die Welt 30 Jahre Kinderrechte. Am 26.11.2019 stellte Justizministerin Lambrecht einen Entwurf vor, um die Kinderrechte im Grundgesetz zu verankern. Was ist seitdem passiert? Wir ziehen Bilanz nach einem Jahr voller Krisen und Veränderungen.

Referentinnen:  Prof. Dr. Anne Bick, Juristin, Fakultät Angewandte Sozialwissenschaften FHWS;   Anja Pertler, Kinderschutzbund Würzburg

Online-Vortrag. Der Link zum Vortrag wird Ihnen nach der Anmeldung mit kurzen Benutzungshinweisen spätestens einen Tag vor Veranstaltungsbeginn per Mail zugeschickt.
Gebühr: Gebühr: € 6,- (ermäßigt € 3,-)

Anmeldung über diesen Link:

https://www.schroeder-haus.de/programm/vortraege-und-offene-veranstaltungen/

 

3 Petitionen für Kinder und Jugendliche, die auch nach dem 17. November 2020 verschickt werden können:

Petition1: Tötung von sieben Jugendlichen durch die Polizei (Angola) bei der Durchsetzung von Corona- Ausgangsbeschränkungen. (Englisch)
https://www.amnesty.org/en/get-involved/take-action/angola-end-impunity-for-security-forces-brutality/

Petition2: Kameel Juma Hasan (Bahrain):Als Minderjähriger als Vergeltungsmaßnahme gegen ihn und seiner Familie Inhaftiert. https://www.amnesty.de/mitmachen/urgent-action/minderjaehriger-inhaftiert-und-familie-schikaniert

Petition3. „El Hiblu 3“ (Malta): Drei Jugendlichen, die aus Libyen geflohen sind, drohen lebenslängliche Haftstrafen.
https://www.amnesty.de/mitmachen/petition/anklagen-gegen-die-el-hiblu-3-fallen-lassen


6. Oktober 2020: Mahnwache der Amnesty-Gruppe in Würzburg, Eichhornstraße

Aus Protest gegen die Verhaftung zweier Aktivistinnen in Belarus veranstaltete die Würzburger Amnesty-Gruppe am späten Nachmittag des 6. Oktober eine Mahnwache:

Maria Kolesnikowa: Angehörige der belarussischen Behörden haben am 7. September 2020 die Oppositionsführerin Maria Kolesnikowa entführt. Nachdem sie sich gegen die Abschiebung aus Belarus gewehrt hatte, wurde sie festgenommen und am 16. September wegen „Untergrabung der nationalen Sicherheit“ angeklagt. Die Behörden treiben ihre Strafverfolgung voran, um einen Präzedenzfall zu schaffen und eine Warnung an alle friedlichen Protestierenden zu senden.

Brief Generalstaatsanwalt (doc)  /  Generalstaatsanwalt (pdf)

Marfa Rabkova: Die Menschenrechtsverteidigerin Marfa Rabkova wurde am Abend des 17. September unter falschen Anschuldigungen von Angehörigen einer dem Innenministerium unterstehenden Spezialeinheit festgenommen. Auch ihr Ehemann Vadzim Zharomski wurde festgenommen. Er kam aber kurz darauf wieder frei. Marfa Rabkova droht eine Anklage. Sie ist eine gewaltlose politische Gefangene, die nur wegen ihrer friedlichen Menschenrechtsarbeit ins Visier genommen wird.

Brief Leiter der Ermittlungsbehörde  (doc)  /  Leiter der Ermittlungsbehörde  (pdf)

Während der relativ kurzen Mahnwache wurden insgesamt 60 Briefe an die Behörden nach Belarus verschickt.

Die Briefe können auch hier noch heruntergeladen und verschickt werden.

 

 


20. September 2020: Weltkindertag

Am Weltkindertag 20. September beteiligte sich die Würzburger Gruppe an Aktionen zugunsten verfolgter Kinder und Jugendlichen. In diesem Jahr lag der Schwerpunkt auf einem Fall in Ägypten:

Aser Mohamed wurde am 12. Januar 2016 im Alter von 14 Jahren festgenommen. Danach fiel er dem Verschwindenlassen zum Opfer: 34 Tage lang wusste niemand, wo die Behörden ihn festhielten. Er wurde unter Folter zu einem Geständnis gezwungen. Im Oktober 2019 verurteilte ein Strafgericht Aser Mohamed zu zehn Jahren Haft, nachdem er für schuldig befunden worden war, der verbotenen Muslimbruderschaft anzugehören und im Januar 2016 an einem Anschlag auf ein Hotel beteiligt gewesen zu sein. Der Rechtsbeistand des Minderjährigen legte Ende 2019 Rechtsmittel gegen das Urteil ein. Bis heute ist jedoch kein Termin für eine gerichtliche Anhörung dazu festgesetzt worden.

In der Stadtbücherei in Würzburg/Falkenhaus lagen vorgefertigte Briefe an den ägyptischen Präsidenten bereit,  in dem eine bedingungslose Freilassung für Aser Mohamed gefordert wird.

Der Brief kann auch hier heruntergeladen und verschickt werden.

Brief Präsident (doc)

Brief Präsident (pdf)

 


Wer sich für die Menschenrechte einsetzt, braucht unseren Schutz.

MUT GEWINNT heißt das Spiel, bei dem man sich mit diesem Thema auseinandersetzen kann/sollte.

MUT_GEWINNT_Spiel

                                    zum Herunterladen hier oben anklicken

 

 

 


Aktueller Fall: Iran

Atena Daemi

und

Golrokh Iraee Ebrahimi

2017

© Privat

 Die 31-jährige Atena Daemi verbüßt nach einem unfairen Verfahren wegen konstruierter Vorwürfe wie „Versammlung und Konspiration zu Verbrechen gegen die nationale Sicherheit“ eine siebenjährige Haftstrafe. Hintergrund sind ihre friedlichen Menschenrechtsaktivitäten. Golrokh Iraee Ebrahimi wurde zu dreieinhalb Jahren Haft wegen „Verbreitung von Propaganda gegen das System“ verurteilt. Sie war seit April 2019 gegen Kaution auf freiem Fuß, wurde aber am 9. November erneut inhaftiert.

Am 17. Juni 2019 wurde Atena Daemi zusammen mit Golrokh Iraee Ebrahimi zu Unrecht zu weiteren drei Jahren und sieben Monaten Gefängnis verurteilt: wegen „Beleidigung des Obersten Religionsführers” und wegen “Verbreitung von Propaganda gegen das System”. Die beiden Frauen hatten im Evin-Gefängnis die Revolutionshymne „Oh martyrs“ gesungen, um gegen die Hinrichtung der Kurden Zanyiar Moradi, Loghman Moradi und Ramin Hossein Panahi am 8. September 2018 zu protestieren. Zudem hatten sie offene Briefe zu den Hinrichtungen und auch zu ihren Haftbedingungen an die Behörden geschrieben.

Die Amnesty-Gruppe bemüht sich in Appellbriefen an die iranischen Behörden um ihre Freilassung.

Brief deutsch       Brief englisch

Außerdem: Appell von Amnesty International und anderer Menschenrechts-Organisationen an die UNO zur Lage im Iran:

Joint Letter to UN Human Rights Council – 16.06.2020

Auch der Mann von Golrokh Ebrahimi Iraee, Arash Sadeghi, ist inhaftert. Er wurde im Juli 2015 vom Revolutionsgericht in Teheran zu 15 Jahren Haft verurteilt. Ihm wurden seine Facebook-Beiträge über politische Gefangene und Interviews über seine Zeit im Gefängnis vorgeworfen. Er trat mehrfach in Hungerstreik, um gegen seine Haftbedingungen und die willkürlichen Verhaftungen seiner Frau zu protestieren. Der Gefangene ist schwer an Knochenkrebs erkrankt. Eine ausreichende Behandlung und Nachsorge wird ihm seither verweigert.

In einem neuen Appellbrief wird auch die Freilassung von Arash Sadeghi gefordert:

Appellbrief Daemi, Ebrahimi, Sadeghi ab 08-2020 (Brief deutsch)


Zu jeder Zeit: Briefaktion zugunsten politischer Gefangenen siehe  bei

AKTIONEN/MITMACHEN/Urgent Actions


Rückblick:  Aktionen 2020

Christopher-Street-Day (CSD) in Würzburg

Die Rechte von LGBTI (lesbische, schwule, bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche Menschen) werden immer wieder beschränkt, was diskriminierend ist und zu Ausgrenzung führt. Selbst in EU-Ländern sind die LGBTI immer wieder im Kreuzfeuer politischer Entscheidungen, wie jüngst eine Gesetzesänderung in Polen veranschaulicht.

Um hier eine klare Kante für ihre Rechte zu zeigen, beteiligt sich Amnesty auch an Aktionen, wie hier dem diesjährigen CSD am 27. Juni 2020 auf den Mainwiesen  in Würzburg.

 

 

 

 

 

 

 


 

21. März: Internationaler Tag zur Beseitigung der Rassendiskriminierung 

Demo mit Amnesty International Würzburg

Samstag 21.03.2020, 16.00 Uhr 

„Gegen Rassismus und Diskriminierung“

Ab KHG-Hofstallstraße 4 bis Barbarossaplatz

Wegen des Corona-Virus wurde die Veranstaltung leider abgesagt!


Benefizkonzert in der Augustinerkirche in Würzburg  zugunsten der Seenotrettung.

Termin: Samstag, 7. März 2020, 19.30 Uhr.

10 junge Musiker treten mit Werken u.a. von Bach, Barber, Brahms, Händel, Scheid, Zelenka auf.

Das Begleitprogramm bestreitet der Ökumenische Arbeitskreis Würzburg und Amnesty International.

Im Begleitprogramm werden Texte gelesen und die Ärztin Frau Dr. Hammerl-Kruse, die mit dem Verein Sea-Regensburg auf der ALAN KURDI unterwegs war, wird über ihre Arbeit berichten.

 Der Eintritt ist frei. Um Spenden zugunsten des Vereins „United4Rescue“ (Betreiber der Sea-Watch 4) wird gebeten.