Herzlich Willkommen

BEI DER AMNESTY-GRUPPE WÜRZBURG-STADT

Die Amnesty-Gruppe Würzburg-Stadt (Gruppe 1192) ist die zentrale Amnesty-Gruppe in Würzburg.
Wir setzen uns für ein großes Ziel ein: die Verwirklichung der Menschenrechte für jeden Menschen. Unsere Arbeitsgrundlage ist die “Allgemeine Erklärung der Menschenrechte”.

Die Gruppe beteiligt sich in erster Linie an Aktionen, die vom Nationalen Sekretariat in Berlin vorgeschlagen werden; so auch regelmäßig am “Briefmarathon”, der immer um den 10. Dezember, dem Tag der Menschenrechte, durchgeführt wird. Um diesen Termin sollen in der gesamten Bundesrepublik einheitliche Appellbriefe zugunsten von politisch Verfolgten verschickt werden. Auch während des Jahres setzt sich die Gruppe in ausgewählten Fällen  für politisch Verfolgte ein – siehe unten “Aktuelle Aktion” und “Aktueller Fall”.

Wir laden dich herzlich ein, dich hier über uns, unsere Amnesty Gruppe Würzburg-Stadt, unsere Veranstaltungen und unsere weitere Arbeit zu informieren. Wenn du bei uns mitmachen willst, so scheue dich nicht uns z.B. per E-Mail via info@amnesty-wuerzburg-stadt.de zu kontaktieren.
Aus gegebenem Anlass: Bei Anrufen bitte die Telefonnummer auf dem AB hinterlassen oder per Mail Kontakt aufnehmen!


Gruppen

Amnesty-Stadtgruppe: Nächste Gruppensitzung:  Dienstag, 18. Januar 2022, 19.30 Uhr im Bezirksbüro, Friedenstraße 3, Würzburg. Gäste sind willkommen!

Amnesty-Hochschulgruppe: Bei Facebook und Instagram:   facebook             instagram

Amnesty-Asylberatung: Die Asylberatung von Amnesty in Würzburg berät Geflüchtete im laufenden Asylverfahren. Die genauen Tätigkeitsfelder und die Beratungszeiten können über die Website der Asylberatung eingesehen werden.

amnesty-wuerzburg-asyl              facebook


Aktuelle Aktion

10. Dezember 2021: „Briefmarathon“ zum Tag der Menschenrechte

!!! Infostand wegen Corona leider abgesagt !!!

Anlässlich des Tags der Menschenrechte am 10. Dezember setzen sich in diesem Zeitraum weltweit Menschen mit Appellschreiben für ausgewählte Amnesty-Einzelfälle ein. Diejenigen, die für die Menschenrechtsverletzungen verantwortlich sind, werden in diesen Tagen mit Briefen aus aller Welt überschwemmt.Die Würzburger Amnesty-Gruppe legt ab Freitag, 10. Dezember,  in der Würzburger Stadtbücherei bei einem Infostand Appellbriefe zugunsten von Gefangenen aus fünf verschiedenen Ländern aus, die verschickt werden sollen.

BERNARDO CAAL XOL, GUATEMALA

Bernardo Caal Xol, 49 Jahre, ist Lehrer, Gewerkschafter und Verteidiger der indigenen Maya-Gemeinschaften der Q’eqchi’. Er ist seit mehr als 3 Jahren zu Unrecht inhaftiert. Die indigene Gemeinschaft der Maya Q’eqchi ist vom Bau eines Wasserkraftprojekts am ihnen heiligen Fluss Cahabón im Departement Alta Verapaz im Norden Guatemalas betroffen.

Appellbrief Guatemala

MOHAMED EL-BAQER, ÄGYPTEN

Mohamed el Baqer ist Menschenrechtsanwalt und Direktor des Adalah Center for Rights and Freedoms, das er 2014 gegründet hat. Seit dem 1. Oktober 2019 ist er willkürlich ohne Anklage oder Prozess wegen unbegründeter Terrorismusvorwürfe inhaftiert. Mithilfe konstruierter Anklagen wird er unter unmenschlichen Bedingungen in einem Hochsicherheitsgefängnis festgehalten und ist dort diskriminierender Behandlung und Strafmaßnahmen ausgesetzt.

Appellbrief Aegypten

JANNA JIHAD, PALÄSTINA

Janna Jihad, 15 Jahre, ist eine Menschenrechtsverteidigerin und Journalistin, die in dem kleinen palästinensischen Dorf Nabi Saleh lebt, das im besetzten Westjordanland liegt. Mit ihrer Kamera dokumentiert sie Menschenrechtsverletzungen in ihrem Dorf und postet Videos auf ihren Social-Media-Accounts. Für ihre Arbeit wird sie immer wieder bedroht, unter anderem mit Morddrohungen, Einschüchterung durch Behörden und Verleumdung.

Appellbrief Palestina

MIKITA ZALATAROU, BELARUS

Mikita Zalatarou war 16 Jahre alt, als er am 11. August 2020 in seinem Haus in Homel verhaftet wurde. Seitdem befindet er sich in Untersuchungshaft und wird beschuldigt, während der Massenproteste im ganzen Land, einen Molotowcocktail auf einen Polizisten geworfen zu haben. Er bestreitet dies. Bei seiner Verhaftung wurde er geschlagen und später in der Haft wurde ein Elektroschock-Stab gegen ihn eingesetzt. Er wurde zunächst ohne die Anwesenheit seiner Eltern oder seines Rechtsvertreters verhört und trotz seines Alters und der Tatsache, dass er an Epilepsie leidet, bis zu seinem Prozess im Februar in Untersuchungshaft gehalten.

Appellbrief Belarus

CIHAM ALI AHMED, ERITREA

Die 22-jährige Ciham Ali Ahmed ist seit ihrem 15. Lebensjahr in Eritrea unter Bedingungen inhaftiert, die dem Verschwindenlassen gleichkommen. Am 8. Dezember 2012 wurde Ciham Ali Ahmed festgenommen, als sie gemeinsam mit ihrem Onkel versuchte, die Grenze zwischen dem Sudan und Eritrea zu übertreten. Seither wird sie ohne Kontakt zur Außenwelt in geheimer Haft gehalten. Es wurde nie Anklage gegen Ciham Ali Ahmed erhoben, und auch die Gründe für ihre Festnahme und anhaltende Inhaftierung wurden nie erläutert. Man geht davon aus, dass die Behörden sie deshalb in Haft halten, um sie für mutmaßliche Aktivitäten ihres Vaters zu bestrafen, dem man vorwirft, 2013 an einem Putschversuch in Eritrea beteiligt gewesen zu sein.

Appellbrief Eritrea

!!! Infostand in der Stadtbücherei wegen Corona leider abgesagt !!!


Donnerstag, 9. Dezember 2021, 20.00 Uhr

                               Kirche Str. Stephan, Wilhelm-Schwinn-Platz 1, Würzburg                               

Literatur bewegt. Menschenrechte  –  Ein musikalisch-literarischer Abend

 In Kooperation mit Amnesty International Gruppe Würzburg

!!! wegen Corona abgesagt !!!

Literarische Texte erinnern an Menschen, die ihre ihnen von Geburt an zustehenden Rechte verloren haben. Bekannte Würzburger Persönlichkeiten aus Kultur, Religion und Politik erinnern mit ihrer Lesung an die Bedeutung dieser Rechte. Mitwirkende und Teilnehmende können eine Kerze für ihre persönlichen Anliegen anzünden, ein symbolisches Licht der Hoffnung. Umrahmt werden die Texte durch berührende Melodien der Harfinistin Rosemarie Seitz.
Literarische Beiträge kommen u.a. von MdB Simone Barrientos, Autor Dr. med. Martin Flesch, BR-Korrspondentin Carolin Hasenauer, Bgm. Martin Heilig, Dr. Anni Hentschel, Pfr. Burkhard Hose, Journalist Wolfgang Jung und Dekan Dr. Wenrich Slenczka.
Leitung: Dr. Anni Hentschel
Musik: Rosemarie Seitz, Harfe
Ort: Kirche Str. Stephan, Wilhelm-Schwinn-Platz 1, 97070 Würzburg
Der Erlös des Abends kommt konkreten Menschenrechtsprojekten zugute.
Gebühr: € 10,- (ermäßigt € 6,-)

Link zur Veranstaltung und Anmeldung:

https://www.schroeder-haus.de/veranstaltungsdetails/955037c7aec67e0945e7fe5b9dcd5246/?tx_adebisevents_list%5Bevent%5D=3063&tx_adebisevents_list%5Bcontroller%5D=Event&tx_adebisevents_list%5Baction%5D=show

!!! wegen Corona abgesagt !!!


10. November 2021: Uigurische Augenzeuginnen klagen an

Am 10.11.2021 fand in der Kirche St. Stephan eine Veranstaltung mit zwei Uigurinnen statt. Gulbahar Haitiwaji und Qelbinur Sidiq berichteten von ihrer Gefangenschaft in chinesischen „Umerziehungslagern“ in Ostturkestan (Xinjiang) und von den schweren Menschenrechtsverletzungen, die sie dort erlebten. Hauptveranstalter dieses Abends war das Rudolf-Alexander-Schröder-Haus. Asgar Can von der Ostturkestanischen Union in Europa e.V. übersetzte die Beiträge der Uigurinnen.

Gulbahar Haitiwaji hat über ihre Erfahrungen in den chinesischen Lagern ein Buch geschrieben. Im Januar 2022 wird es auf Deutsch erscheinen, und zwar unter dem Titel Wie ich das chinesische Lager überlebt habe: Der erste Bericht einer Uigurin (Link:

https://www.amazon.de/Wie-chinesische-Lager-%C3%BCberlebt-habe/dp/3351039417/).

Es war sehr bewegend, den beiden Frauen zuzuhören und aus erster Hand von den schweren Menschenrechtsverletzungen zu hören, die von der chinesischen Regierung an den muslimischen Uigur*innen begangen werden. Im Rahmen der Veranstaltung sammelte die Amnesty-Gruppe Würzburg-Stadt Unterschriften für eine Petition an den chinesischen Präsidenten.

Petition, um die Menschenrechtsverletzungen gegen die Uiguren zu stoppen:

Uiguren-Petition 2021  (word)      Uiguren-Petition 2021   (pdf)

Interview mit Gulbahar Haitiwaji:   https://www.freitag.de/autoren/linkerhand/ich-lege-zeugnis-ab-1

Petition für die Uigurin Hayrigul Niyaz:   https://www.amnesty.de/hayrigul-niyaz


Zum Internationalen Mädchentag am 11. Oktober: Zwei sehenswerte Filme von Terre des Femmes

Another Choice is Possible German1            Traditions and a Harmful Practice German1


Neue Informationen zum Fall Atena Daemi und Golrokh Iraee Ebrahimi — siehe auch unten bei “Drei aktuelle Fälle: Iran”

Atena Daemi ist eine Menschenrechtlerin, die wegen ihrer gewaltfreien Aktivitäten zu 7 Jahren Haft verurteilt wurde. Am 18. Juli 2019 kam eine Haftstrafe von 3 Jahren und 7 Monaten hinzu, von der sie 2 Jahre und 1 Monat verbüßen muss, weil sie im Gefängnis gegen Hinrichtungen kurdischer Häftlinge protestiert hatte. Am 2. Juli 2020 gab es eine weitere Verurteilung zu 2 Jahren Haft und 74 Peitschenhieben, weil sie zum Jahrestag der Islamischen Revolution im Gefängnis Slogans gegen die Regierung gerufen hatte. Von dieser muss sie 1 Jahr absitzen. (Im Iran gilt die Regel, dass bei einer gleichzeitigen Verurteilung zu mehreren Strafen nur die längste Einzelstrafe verbüßt werden muss)

DAEMI Atena – Falldarstellung 09-2021

Appellbrief_Daemi_und_Ebrahimi_ab_07-2021

Verhaftung und erste Verurteilung – siehe unten bei “Drei aktuelle Fälle: Iran”


Menschenrechtsverletzungen in Papua

Die Würzburger Amnesty-Gruppe betreut unter anderem den sogenannten Paniai-Fall (auf Englisch Paniai Shooting oder Bloody Paniai case genannt), der sich im Dezember 2014 in der Provinz Papua in Indonesien ereignete.

Dabei wurden am 8. Dezember 2014 vier Studenten getötet und mindestens 17 weitere Personen verletzt, als Sicherheitskräfte auf sie schossen. Die Betreffenden waren Teilnehmer einer friedlichen Demonstration gegen Soldaten des Bataillons 753, die in der vorangegangenen Nacht eine Gruppe Minderjähriger verprügelt hatten.

Der seit Oktober 2014 amtierende Präsident Joko „Jokowi“ Widodo versprach anlässlich einer Weihnachtsfeier 2014 die Aufklärung des Falles. Dazu kam es jedoch nicht. Die Nationale Menschenrechtskommission Komnas HAM gibt an, dass die Polizei ihre Ermittlungen einige Zeit nach dem Vorfall einstellte.

Komnas HAM führte eigene Ermittlungen durch und stufte den Fall daraufhin als schwere Menschenrechtsverletzung (gross human rights violation) ein. Die Generalstaatsanwaltschaft folgte dieser Bewertung jedoch nicht und wies das entsprechende Dossier im Jahr 2020 mehrmals zurück, da es nicht den Anforderungen entspreche.

Die Polizei- und Militärangehörigen, die für den Paniai-Fall verantwortlich sind, wurden bis heute nicht zur Rechenschaft gezogen. Hinzu kommen ähnliche Fälle, wodurch in Indonesien ein Klima der Straflosigkeit herrscht. Wenn Menschenrechtsverletzungen von Angehörigen der Sicherheitskräfte begangen wurden, wurden die Ermittlungen oft verzögert, vorzeitig gestoppt oder hatten keine Konsequenzen für die Betreffenden. Somit fehlt es den Opfern und ihren Familien an einem Zugang zu Wiedergutmachung und Gerechtigkeit.

Hintergrundinformationen zum Papua-Konflikt:

https://www.dw.com/de/papuas-wollen-indonesische-herrschaft-loswerden/a-50273686

https://www.spiegel.de/politik/ausland/neuguinea-rebellenarmee-kaempft-fuer-ein-unabhaengiges-papua-a-847713.html

Appell-Briefvorschlag:   Brief–Paniai-2021   (word-Datei)         Brief–Paniai-2021   (pdf-Datei)


Drei aktuelle Fälle: Iran

Arash Sadeghi und Golrokh Ebrahimi Iraee

Der iranische Menschenrechtsverteidiger Arash Sadeghi
© privat

Die Eheleute Golrokh Ebrahimi Iraee und Arash Sadeghi setzten sich vor ihrer Festnahme im September 2014 für die Menschenrechte ein, unter anderem für politische Gefangene und Meinungsfreiheit sowie gegen die Todesstrafe. In unfairen Verfahren wurden sie zu langen Haftstrafen verurteilt. Nach zwischenzeitlichen Freilassungen gegen Kaution sind beide nun wieder inhaftiert.

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Atena Daemi

und

Golrokh Iraee Ebrahimi

2017

 

© Privat

 Die 31-jährige Atena Daemi verbüßt nach einem unfairen Verfahren wegen konstruierter Vorwürfe wie “Versammlung und Konspiration zu Verbrechen gegen die nationale Sicherheit“ eine siebenjährige Haftstrafe. Hintergrund sind ihre friedlichen Menschenrechtsaktivitäten. Golrokh Iraee Ebrahimi wurde zu dreieinhalb Jahren Haft wegen “Verbreitung von Propaganda gegen das System” verurteilt. Sie war seit April 2019 gegen Kaution auf freiem Fuß, wurde aber am 9. November erneut inhaftiert.

Am 17. Juni 2019 wurde Atena Daemi zusammen mit Golrokh Iraee Ebrahimi zu Unrecht zu weiteren drei Jahren und sieben Monaten Gefängnis verurteilt: wegen “Beleidigung des Obersten Religionsführers” und wegen “Verbreitung von Propaganda gegen das System”. Die beiden Frauen hatten im Evin-Gefängnis die Revolutionshymne „Oh martyrs“ gesungen, um gegen die Hinrichtung der Kurden Zanyiar Moradi, Loghman Moradi und Ramin Hossein Panahi am 8. September 2018 zu protestieren. Zudem hatten sie offene Briefe zu den Hinrichtungen und auch zu ihren Haftbedingungen an die Behörden geschrieben.

Die Amnesty-Gruppe bemüht sich in Appellbriefen an die iranischen Behörden um ihre Freilassung.

Brief deutsch       Brief englisch

Es gibt (neue) Appellbriefe für Atena Daemi und Golrokh Ebrahimi Iraee, die von einer französischen Amnesty-Gruppe erstellt wurden:

Brief ATENA DAEMI und GOLROKH EBRAHIMI IRAEE englisch neu 

Brief GOLROKH EBRAHIMI IRAEE englisch neu

Außerdem: Appell von Amnesty International und anderer Menschenrechts-Organisationen an die UNO zur Lage im Iran:

Joint Letter to UN Human Rights Council – 16.06.2020

Auch der Mann von Golrokh Ebrahimi Iraee, Arash Sadeghi, ist inhaftert. Er wurde im Juli 2015 vom Revolutionsgericht in Teheran zu 15 Jahren Haft verurteilt. Ihm wurden seine Facebook-Beiträge über politische Gefangene und Interviews über seine Zeit im Gefängnis vorgeworfen. Er trat mehrfach in Hungerstreik, um gegen seine Haftbedingungen und die willkürlichen Verhaftungen seiner Frau zu protestieren. Der Gefangene ist schwer an Knochenkrebs erkrankt. Eine ausreichende Behandlung und Nachsorge wird ihm seither verweigert.

In einem neuen Appellbrief wird auch die Freilassung von Arash Sadeghi gefordert:

Appellbrief Daemi, Ebrahimi, Sadeghi ab 08-2020 (Brief deutsch)

Februar 2021: Neue Informationen zum gesamten Fall:

Atena Daemi:
Gegen die erneute Verurteilung im Juli 2020 zu 2 Jahren Haft und 72 Peitschenhieben hatte ihr Anwalt Berufung eingelegt und eine Wiederaufnahme des Verfahrens gefordert. MR-Organisationen berichteten am 25. Februar, der Antrag auf Berufung sei abgelehnt worden. Als gesundheitliche Beeinträchtigung wird im Februar ein neu aufgetretener Tumor im Brustbereich beschrieben, eine ärztliche Behandlung sei nicht erfolgt.

Golrogk E. Iraee:
Nach den Misshandlungen im Zusammenhang mit den erneuten Verhören im Evin Gefängnis wurde die Gefangene nach Amol im Nordiran gebracht. Nicht bekannt ist, ob ein neuer Prozess ansteht.

Arash Sadeghi:
Die im September 2020 vom Arzt vorgeschlagene Bestrahlung der Tumorregion ist offensichtlich nicht erfolgt. Iran Human Rights Monitor berichtete am 9.02.21, Arash S. habe einen offenen Brief geschrieben, in dem er sich wegen der Misshandlungen seiner Ehefrau Golrokh im Dezember beschwerte und sich gegen die Verlegung seiner Frau nach dem weit entfernten Gefängnis in Amol wandte. Gegenseitige Besuchsanträge seien abgelehnt worden.


Vahid Afkari und Habib Afkari

Collage aus zwei Fotos. Links ist ein Foto von Habib Afkari im Smoking und rechts daneben ist ein Foto von Vahid Afkari, der ein blaues Poloshirt trägt. Beide schauen in die Kamera.“Die Brüder Vahid Afkari und Habib Afkari sind im Adelabad-Gefängnis in Shiraz Folter und anderen Misshandlungen ausgesetzt. Seit September 2020 werden sie in fensterlosen Zellen in Einzelhaft gehalten. Die Behörden haben sie 2018 nach ihrer Teilnahme an Protesten in Shiraz willkürlich festgenommen.

Vahid Afkari wurde in mehreren unfairen Verfahren zu 33 Jahren und neun Monaten Haft sowie 74 Stockhieben und Habib Afkari zu 15 Jahren und acht Monaten Haft sowie 74 Stockschlägen verurteilt.

Ihr Bruder Navid Afkari wurde am 12. September 2020 im Geheimen hingerichtet.”

Weitere Informationen und vorgefertige Appell-Briefe:

https://www.amnesty.de/mitmachen/urgent-action/iran-iran-protestierende-gefoltert-und-inhaftiert-2021-06-08


Zu jeder Zeit: Briefaktion zugunsten politischer Gefangenen siehe  bei

AKTIONEN/MITMACHEN/Urgent Actions



Rückblicke  einiger Aktionen

10. November 2021: Uigurische Augenzeuginnen klagen an

10. November 2021: Uigurische Augenzeuginnen klagen an Am 10.11.2021 fand in der Kirche St. Stephan eine Veranstaltung mit zwei Uigurinnen statt. Gulbahar Haitiwaji und Qelbinur Sidiq berichteten von ihrer Gefangenschaft in chinesischen „Umerziehungslagern“ in Ostturkestan (Xinjiang) und von den schweren Menschenrechtsverletzungen, die sie dort erlebten. Hauptveranstalter dieses Abends war das Rudolf-Alexander-Schröder-Haus. Asgar Can von der Weiterlesen

CSD in Würzburg am 26./27. Juni 2021

CSD in Würzburg am 26./27. Juni 2021 Die Stadtgruppe und die Hochschulgruppe von Amnesty International in Würzburg machten anlässlich des CSD am 26.06.2021 mit einem Infostand auf die prekäre Situation von Mitgliedern der LGBTIQ+-Community aufmerksam. Konkret ging es um Unterstützung der Transfrau Maura, die in USA inhaftiert ist. Hier der Link zu dem aktuellen Fall Weiterlesen

3. -10. Mai 2021: Woche der Meinungsfreiheit

Das Recht auf freie Meinungsäußerung ist in Artikel 19 der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte festgeschrieben, doch die Meinungsfreiheit wird weltweit zunehmend eingeschränkt. Staaten nutzen technische Möglichkeiten wie Überwachungssysteme, Spionagesoftware oder Internet-Shutdowns, um die Räume von Journalistinnen und Journalisten sowie Bürgerinnen und Bürgern zu verengen. Auch die Covid19-Pandemie wird von einigen Regierungen dazu genutzt, das Recht Weiterlesen

8. März 2021: Weltfrauentag

Nachdem ein Infostand zum Weltfrauentag in der Stadt nicht möglich ist, präsentiert die Würzburger Amnesty-Stadtgruppe Installationen auf dem Würzburger Hubland-Gelände, in der Sanderau und am Main. Die Hochschulgruppe Dresden hat zum Weltfrauentag am 8. März ein Video gedreht: Frauenrechte sind Menschenrechte! Weiterlesen

Iran: Golrokh Ebrahimi Iraee und Arash Sadeghi

© privat Die Eheleute Golrokh Ebrahimi Iraee und Arash Sadeghi setzten sich vor ihrer Festnahme im September 2014 für die Menschenrechte ein, unter anderem für politische Gefangene und Meinungsfreiheit sowie gegen die Todesstrafe. In unfairen Verfahren wurden sie zu langen Haftstrafen verurteilt. Nach zwischenzeitlichen Freilassungen gegen Kaution sind beide nun wieder inhaftiert. Im Gefängnis wurden Weiterlesen

Iran: Vahid Afkari und Habib Afkari

Die Brüder Vahid Afkari und Habib Afkari sind im Adelabad-Gefängnis in Shiraz Folter und anderen Misshandlungen ausgesetzt. Seit September 2020 werden sie in fensterlosen Zellen in Einzelhaft gehalten. Die Behörden haben sie 2018 nach ihrer Teilnahme an Protesten in Shiraz willkürlich festgenommen. Vahid Afkari wurde in mehreren unfairen Verfahren zu 33 Jahren und neun Monaten Weiterlesen

Iran: Atena Daemi und Golrokh Iraee Ebrahimi

Die 31-jährige Atena Daemi verbüßt nach einem unfairen Verfahren wegen konstruierter Vorwürfe wie „Versammlung und Konspiration zu Verbrechen gegen die nationale Sicherheit“ eine siebenjährige Haftstrafe. Hintergrund sind ihre friedlichen Menschenrechtsaktivitäten. Golrokh Iraee Ebrahimi wurde zu dreieinhalb Jahren Haft wegen „Verbreitung von Propaganda gegen das System“ verurteilt. Sie war seit April 2019 gegen Kaution auf freiem Weiterlesen

Briefmarathon Dezember 2020

                                    10. Dezember 2020: „Briefmarathon“ zum Tag der Menschenrechte Anlässlich des Tags der Menschenrechte am 10. Dezember setzen sich in diesem Zeitraum weltweit Menschen mit Appellschreiben für ausgewählte Amnesty-Einzelfälle ein. Diejenigen, die für die Menschenrechtsverletzungen verantwortlich sind, werden in diesen Tagen mit Briefen aus aller Welt überschwemmt. Die Würzburger Amnesty-Gruppe legt ab Mittwoch, 09. Dezember,  Weiterlesen

Kinderrechte auf dem Prüfstand – Online-Vortrag Dienstag, 17.11.2020, 20.00 Uhr im R.-A.-Schröder-Haus

Alles andere als ideal ist es um die Rechte der Kinder bestellt. Die Corona-Krise zeigt, wie gefährdet die Rechte der Kinder sind, wie schnell sie mit ihren Rechten und Bedürfnissen übersehen werden, auch in Deutschland! 2019 feierte die Welt 30 Jahre Kinderrechte. Am 26.11.2019 stellte Justizministerin Lambrecht einen Entwurf vor, um die Kinderrechte im Grundgesetz Weiterlesen

Christopher-Street-Day (CSD) in Würzburg, 27. Juni 2020

Die Rechte von LGBTI (lesbische, schwule, bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche Menschen) werden immer wieder beschränkt, was diskriminierend ist und zu Ausgrenzung führt. Selbst in EU-Ländern sind die LGBTI immer wieder im Kreuzfeuer politischer Entscheidungen, wie jüngst eine Gesetzesänderung in Polen veranschaulicht. Weiterlesen

Benefizkonzert in der Augustinerkirche in Würzburg zugunsten der Seenotrettung

Termin: Samstag, 7. März 2020, 19.30 Uhr. 10 junge Musiker treten mit Werken u.a. von Bach, Barber, Brahms, Händel, Scheid, Zelenka auf. Das Begleitprogramm bestreitet der Ökumenische Arbeitskreis Würzburg und Amnesty International. Im Begleitprogramm werden Texte gelesen und die Ärztin Frau Dr. Hammerl-Kruse, die mit dem Verein Sea-Regensburg auf der ALAN KURDI unterwegs war, wird Weiterlesen