Herzlich Willkommen

BEI DER AMNESTY-GRUPPE WÜRZBURG-STADT

Die Amnesty-Gruppe Würzburg-Stadt (Gruppe 1192) ist die zentrale Amnesty-Gruppe in Würzburg.
Wir setzen uns für ein großes Ziel ein: die Verwirklichung der Menschenrechte für jeden Menschen. Unsere Arbeitsgrundlage ist die „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“.

Die Gruppe beteiligt sich in erster Linie an Aktionen, die vom Nationalen Sekretariat in Berlin vorgeschlagen werden; so auch regelmäßig am „Briefmarathon“, der immer um den 10. Dezember, dem Tag der Menschenrechte, durchgeführt wird. Um diesen Termin sollen in der gesamten Bundesrepublik einheitliche Appellbriefe zugunsten von politisch Verfolgten verschickt werden. Auch während des Jahres setzt sich die Gruppe in ausgewählten Fällen  für politisch Verfolgte ein – siehe unten „Aktuelle Aktion“ und „Aktueller Fall“.

Wir laden dich herzlich ein, dich hier über uns, unsere Amnesty Gruppe Würzburg-Stadt, unsere Veranstaltungen und unsere weitere Arbeit zu informieren. Wenn du bei uns mitmachen willst, so scheue dich nicht uns z.B. per E-Mail via info@amnesty-wuerzburg-stadt.de zu kontaktieren.
Aus gegebenem Anlass: Bei Anrufen bitte die Telefonnummer auf dem AB hinterlassen oder per Mail Kontakt aufnehmen!


Gruppen

Amnesty-Stadtgruppe: Nächste Gruppensitzung:  Donnerstag, 8. Juli 2021 um 19 Uhr im Biergarten vom Wasserhäusle in der Zellerau (Mainaustraße).

Amnesty-Hochschulgruppe: Bei Facebook und Instagram:   facebook             instagram

Amnesty-Asylberatung: Die Asylberatung von Amnesty in Würzburg berät Geflüchtete im laufenden Asylverfahren. Die genauen Tätigkeitsfelder und die Beratungszeiten können über die Website der Asylberatung eingesehen werden.

amnesty-wuerzburg-asyl              facebook


Aktuelle Aktion

Aktion auf dem Würzburger Marktplatz am 24. Juli 2021

 

 

 

 

 

 


CSD in Würzburg am 26./27. Juni 2021

Die Stadtgruppe und die Hochschulgruppe von Amnesty International in Würzburg machten anlässlich des CSD am 26.06.2021 mit einem Infostand auf die prekäre Situation von Mitgliedern der LGBTIQ+-Community aufmerksam. Konkret ging es um Unterstützung der Transfrau Maura, die in USA inhaftiert ist.

Hier der Link zu dem aktuellen Fall – Anklicken und sich am Appell beteiligen!  –>    Transfrau muss aus der Haft entlassen werden

Auch in Europa werden die Menschenrechte systematisch beschnitten:
Das ungarische Parlament hat am 15.06.2021 ein Anti-LGBTI-Gesetz verabschiedet, welches ein Verbot von Aufklärungs- und Bildungsmaterial für Kinder sowie von Werbung vorsieht, die eine Sexualität darstellen, die von der heterosexuellen Norm abweicht.
Dávid Vig, Direktor von Amnesty International in Ungarn, sagt dazu: „Das ist eine sehr traurige Entwicklung für Ungarn. Dieses Gesetz wird die LGBTI-Community faktisch aus den ungarischen Medien und dem Bildungssystem verschwinden lassen“, sagt Vig. Amnesty International und andere Organisationen sowie tausende Menschen hatten gegen den Parlamentsbeschluss protestiert. „Die Verabschiedung dieser Bestimmung im aktuellen ‚Pride-Monat‘ ist ein zusätzlicher Affront“, so Vig.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fahrraddemo am Sonntag im Rahmen des CSD, von der Residenz bis zu den Mainwiesen in Würzburg.

 

 

 


Menschenrechtsverletzungen in Papua

Die Würzburger Amnesty-Gruppe betreut unter anderem den sogenannten Paniai-Fall (auf Englisch Paniai Shooting oder Bloody Paniai case genannt), der sich im Dezember 2014 in der Provinz Papua in Indonesien ereignete.

Dabei wurden am 8. Dezember 2014 vier Studenten getötet und mindestens 17 weitere Personen verletzt, als Sicherheitskräfte auf sie schossen. Die Betreffenden waren Teilnehmer einer friedlichen Demonstration gegen Soldaten des Bataillons 753, die in der vorangegangenen Nacht eine Gruppe Minderjähriger verprügelt hatten.

Der seit Oktober 2014 amtierende Präsident Joko „Jokowi“ Widodo versprach anlässlich einer Weihnachtsfeier 2014 die Aufklärung des Falles. Dazu kam es jedoch nicht. Die Nationale Menschenrechtskommission Komnas HAM gibt an, dass die Polizei ihre Ermittlungen einige Zeit nach dem Vorfall einstellte.

Komnas HAM führte eigene Ermittlungen durch und stufte den Fall daraufhin als schwere Menschenrechtsverletzung (gross human rights violation) ein. Die Generalstaatsanwaltschaft folgte dieser Bewertung jedoch nicht und wies das entsprechende Dossier im Jahr 2020 mehrmals zurück, da es nicht den Anforderungen entspreche.

Die Polizei- und Militärangehörigen, die für den Paniai-Fall verantwortlich sind, wurden bis heute nicht zur Rechenschaft gezogen. Hinzu kommen ähnliche Fälle, wodurch in Indonesien ein Klima der Straflosigkeit herrscht. Wenn Menschenrechtsverletzungen von Angehörigen der Sicherheitskräfte begangen wurden, wurden die Ermittlungen oft verzögert, vorzeitig gestoppt oder hatten keine Konsequenzen für die Betreffenden. Somit fehlt es den Opfern und ihren Familien an einem Zugang zu Wiedergutmachung und Gerechtigkeit.

Hintergrundinformationen zum Papua-Konflikt:

https://www.dw.com/de/papuas-wollen-indonesische-herrschaft-loswerden/a-50273686

https://www.spiegel.de/politik/ausland/neuguinea-rebellenarmee-kaempft-fuer-ein-unabhaengiges-papua-a-847713.html

Appell-Briefvorschlag:   Brief–Paniai-2021   (word-Datei)         Brief–Paniai-2021   (pdf-Datei)


Drei Aktuelle Fälle: Iran

Arash Sadeghi und Golrokh Ebrahimi Iraee

Der iranische Menschenrechtsverteidiger Arash Sadeghi
© privat

Die Eheleute Golrokh Ebrahimi Iraee und Arash Sadeghi setzten sich vor ihrer Festnahme im September 2014 für die Menschenrechte ein, unter anderem für politische Gefangene und Meinungsfreiheit sowie gegen die Todesstrafe. In unfairen Verfahren wurden sie zu langen Haftstrafen verurteilt. Nach zwischenzeitlichen Freilassungen gegen Kaution sind beide nun wieder inhaftiert.

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Atena Daemi

und

Golrokh Iraee Ebrahimi

2017

 

© Privat

 Die 31-jährige Atena Daemi verbüßt nach einem unfairen Verfahren wegen konstruierter Vorwürfe wie „Versammlung und Konspiration zu Verbrechen gegen die nationale Sicherheit“ eine siebenjährige Haftstrafe. Hintergrund sind ihre friedlichen Menschenrechtsaktivitäten. Golrokh Iraee Ebrahimi wurde zu dreieinhalb Jahren Haft wegen „Verbreitung von Propaganda gegen das System“ verurteilt. Sie war seit April 2019 gegen Kaution auf freiem Fuß, wurde aber am 9. November erneut inhaftiert.

Am 17. Juni 2019 wurde Atena Daemi zusammen mit Golrokh Iraee Ebrahimi zu Unrecht zu weiteren drei Jahren und sieben Monaten Gefängnis verurteilt: wegen „Beleidigung des Obersten Religionsführers” und wegen “Verbreitung von Propaganda gegen das System”. Die beiden Frauen hatten im Evin-Gefängnis die Revolutionshymne „Oh martyrs“ gesungen, um gegen die Hinrichtung der Kurden Zanyiar Moradi, Loghman Moradi und Ramin Hossein Panahi am 8. September 2018 zu protestieren. Zudem hatten sie offene Briefe zu den Hinrichtungen und auch zu ihren Haftbedingungen an die Behörden geschrieben.

Die Amnesty-Gruppe bemüht sich in Appellbriefen an die iranischen Behörden um ihre Freilassung.

Brief deutsch       Brief englisch

Außerdem: Appell von Amnesty International und anderer Menschenrechts-Organisationen an die UNO zur Lage im Iran:

Joint Letter to UN Human Rights Council – 16.06.2020

Auch der Mann von Golrokh Ebrahimi Iraee, Arash Sadeghi, ist inhaftert. Er wurde im Juli 2015 vom Revolutionsgericht in Teheran zu 15 Jahren Haft verurteilt. Ihm wurden seine Facebook-Beiträge über politische Gefangene und Interviews über seine Zeit im Gefängnis vorgeworfen. Er trat mehrfach in Hungerstreik, um gegen seine Haftbedingungen und die willkürlichen Verhaftungen seiner Frau zu protestieren. Der Gefangene ist schwer an Knochenkrebs erkrankt. Eine ausreichende Behandlung und Nachsorge wird ihm seither verweigert.

In einem neuen Appellbrief wird auch die Freilassung von Arash Sadeghi gefordert:

Appellbrief Daemi, Ebrahimi, Sadeghi ab 08-2020 (Brief deutsch)

Februar 2021: Neue Informationen zum gesamten Fall:

Atena Daemi:
Gegen die erneute Verurteilung im Juli 2020 zu 2 Jahren Haft und 72 Peitschenhieben hatte ihr Anwalt Berufung eingelegt und eine Wiederaufnahme des Verfahrens gefordert. MR-Organisationen berichteten am 25. Februar, der Antrag auf Berufung sei abgelehnt worden. Als gesundheitliche Beeinträchtigung wird im Februar ein neu aufgetretener Tumor im Brustbereich beschrieben, eine ärztliche Behandlung sei nicht erfolgt.

Golrogk E. Iraee:
Nach den Misshandlungen im Zusammenhang mit den erneuten Verhören im Evin Gefängnis wurde die Gefangene nach Amol im Nordiran gebracht. Nicht bekannt ist, ob ein neuer Prozess ansteht.

Arash Sadeghi:
Die im September 2020 vom Arzt vorgeschlagene Bestrahlung der Tumorregion ist offensichtlich nicht erfolgt. Iran Human Rights Monitor berichtete am 9.02.21, Arash S. habe einen offenen Brief geschrieben, in dem er sich wegen der Misshandlungen seiner Ehefrau Golrokh im Dezember beschwerte und sich gegen die Verlegung seiner Frau nach dem weit entfernten Gefängnis in Amol wandte. Gegenseitige Besuchsanträge seien abgelehnt worden.


Vahid Afkari und Habib Afkari

Collage aus zwei Fotos. Links ist ein Foto von Habib Afkari im Smoking und rechts daneben ist ein Foto von Vahid Afkari, der ein blaues Poloshirt trägt. Beide schauen in die Kamera.„Die Brüder Vahid Afkari und Habib Afkari sind im Adelabad-Gefängnis in Shiraz Folter und anderen Misshandlungen ausgesetzt. Seit September 2020 werden sie in fensterlosen Zellen in Einzelhaft gehalten. Die Behörden haben sie 2018 nach ihrer Teilnahme an Protesten in Shiraz willkürlich festgenommen.

Vahid Afkari wurde in mehreren unfairen Verfahren zu 33 Jahren und neun Monaten Haft sowie 74 Stockhieben und Habib Afkari zu 15 Jahren und acht Monaten Haft sowie 74 Stockschlägen verurteilt.

Ihr Bruder Navid Afkari wurde am 12. September 2020 im Geheimen hingerichtet.“

Weitere Informationen und vorgefertige Appell-Briefe:

https://www.amnesty.de/mitmachen/urgent-action/iran-iran-protestierende-gefoltert-und-inhaftiert-2021-06-08


Zu jeder Zeit: Briefaktion zugunsten politischer Gefangenen siehe  bei

AKTIONEN/MITMACHEN/Urgent Actions


Wer sich für die Menschenrechte einsetzt, braucht unseren Schutz.

MUT GEWINNT heißt das Spiel, bei dem man sich mit diesem Thema auseinandersetzen kann/sollte.

MUT_GEWINNT_Spiel

zum Herunterladen hier oben anklicken

 

 

 


Rückblicke  einiger Aktionen – siehe unten


3. -10. Mai 2021: Woche der Meinungsfreiheit

Das Recht auf freie Meinungsäußerung ist in Artikel 19 der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte festgeschrieben, doch die Meinungsfreiheit wird weltweit zunehmend eingeschränkt. Staaten nutzen technische Möglichkeiten wie Überwachungssysteme, Spionagesoftware oder Internet-Shutdowns, um die Räume von Journalistinnen und Journalisten sowie Bürgerinnen und Bürgern zu verengen. Auch die Covid19-Pandemie wird von einigen Regierungen dazu genutzt, das Recht Weiterlesen

8. März 2021: Weltfrauentag

Nachdem ein Infostand zum Weltfrauentag in der Stadt nicht möglich ist, präsentiert die Würzburger Amnesty-Stadtgruppe Installationen auf dem Würzburger Hubland-Gelände, in der Sanderau und am Main. Die Hochschulgruppe Dresden hat zum Weltfrauentag am 8. März ein Video gedreht: Frauenrechte sind Menschenrechte! Weiterlesen

Iran: Golrokh Ebrahimi Iraee und Arash Sadeghi

© privat Die Eheleute Golrokh Ebrahimi Iraee und Arash Sadeghi setzten sich vor ihrer Festnahme im September 2014 für die Menschenrechte ein, unter anderem für politische Gefangene und Meinungsfreiheit sowie gegen die Todesstrafe. In unfairen Verfahren wurden sie zu langen Haftstrafen verurteilt. Nach zwischenzeitlichen Freilassungen gegen Kaution sind beide nun wieder inhaftiert. Im Gefängnis wurden Weiterlesen

Iran: Vahid Afkari und Habib Afkari

Die Brüder Vahid Afkari und Habib Afkari sind im Adelabad-Gefängnis in Shiraz Folter und anderen Misshandlungen ausgesetzt. Seit September 2020 werden sie in fensterlosen Zellen in Einzelhaft gehalten. Die Behörden haben sie 2018 nach ihrer Teilnahme an Protesten in Shiraz willkürlich festgenommen. Vahid Afkari wurde in mehreren unfairen Verfahren zu 33 Jahren und neun Monaten Weiterlesen

Iran: Atena Daemi und Golrokh Iraee Ebrahimi

Die 31-jährige Atena Daemi verbüßt nach einem unfairen Verfahren wegen konstruierter Vorwürfe wie „Versammlung und Konspiration zu Verbrechen gegen die nationale Sicherheit“ eine siebenjährige Haftstrafe. Hintergrund sind ihre friedlichen Menschenrechtsaktivitäten. Golrokh Iraee Ebrahimi wurde zu dreieinhalb Jahren Haft wegen „Verbreitung von Propaganda gegen das System“ verurteilt. Sie war seit April 2019 gegen Kaution auf freiem Weiterlesen

Briefmarathon Dezember 2020

                                    10. Dezember 2020: „Briefmarathon“ zum Tag der Menschenrechte Anlässlich des Tags der Menschenrechte am 10. Dezember setzen sich in diesem Zeitraum weltweit Menschen mit Appellschreiben für ausgewählte Amnesty-Einzelfälle ein. Diejenigen, die für die Menschenrechtsverletzungen verantwortlich sind, werden in diesen Tagen mit Briefen aus aller Welt überschwemmt. Die Würzburger Amnesty-Gruppe legt ab Mittwoch, 09. Dezember,  Weiterlesen

Kinderrechte auf dem Prüfstand – Online-Vortrag Dienstag, 17.11.2020, 20.00 Uhr im R.-A.-Schröder-Haus

Alles andere als ideal ist es um die Rechte der Kinder bestellt. Die Corona-Krise zeigt, wie gefährdet die Rechte der Kinder sind, wie schnell sie mit ihren Rechten und Bedürfnissen übersehen werden, auch in Deutschland! 2019 feierte die Welt 30 Jahre Kinderrechte. Am 26.11.2019 stellte Justizministerin Lambrecht einen Entwurf vor, um die Kinderrechte im Grundgesetz Weiterlesen

Christopher-Street-Day (CSD) in Würzburg, 27. Juni 2020

Die Rechte von LGBTI (lesbische, schwule, bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche Menschen) werden immer wieder beschränkt, was diskriminierend ist und zu Ausgrenzung führt. Selbst in EU-Ländern sind die LGBTI immer wieder im Kreuzfeuer politischer Entscheidungen, wie jüngst eine Gesetzesänderung in Polen veranschaulicht. Weiterlesen

Benefizkonzert in der Augustinerkirche in Würzburg zugunsten der Seenotrettung

Termin: Samstag, 7. März 2020, 19.30 Uhr. 10 junge Musiker treten mit Werken u.a. von Bach, Barber, Brahms, Händel, Scheid, Zelenka auf. Das Begleitprogramm bestreitet der Ökumenische Arbeitskreis Würzburg und Amnesty International. Im Begleitprogramm werden Texte gelesen und die Ärztin Frau Dr. Hammerl-Kruse, die mit dem Verein Sea-Regensburg auf der ALAN KURDI unterwegs war, wird Weiterlesen